Plattenepithelkarzinom – wenn Sonnenschäden krankhaft werden
Weißer Hautkrebs mit Potenzial zur Ausbreitung
Das Plattenepithelkarzinom (auch Spinaliom genannt) ist eine ernstzunehmende Form des weißen Hautkrebses. Es entwickelt sich häufig aus sogenannten aktinischen Keratosen – also lichtbedingten Hautveränderungen. Anders als das Basaliom kann es metastasieren, insbesondere bei spätem Behandlungsbeginn.
Wer ist gefährdet?
Der größte Risikofaktor ist jahrzehntelange UV-Strahlung. Vor allem:
- Menschen mit lichtgeschädigter Haut
- ältere Personen mit chronischen Hautveränderungen
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. nach Organtransplantationen)
Auch frühere Hautkrebserkrankungen oder bestimmte genetische Hauterkrankungen können das Risiko erhöhen.
Symptome: Nicht alles, was schuppt, ist harmlos
Plattenepithelkarzinome entstehen oft auf vorgeschädigter Haut. Typisch sind:
- raue, schuppende Areale (aktinische Keratosen)
- rötlich-bräunliche Knoten mit Verhornung
- flache oder erhabene Hautveränderungen mit Krustenbildung
Ein Spinaliom wächst schneller als ein Basaliom und kann umliegendes Gewebe verdrängen.
Diagnostik: Sicher und differenziert
Ob eine Hautveränderung harmlos oder bösartig ist, lässt sich heute meist ohne Skalpell beurteilen. Das konfokale Laserscanmikroskop ermöglicht einen schmerzfreien Blick in tiefere Hautschichten. Es hilft, den Übergang von einer Vorstufe zum echten Tumor frühzeitig zu erkennen.
Therapie: Je früher, desto besser
Kleine Tumoren werden operativ entfernt – mit mikroskopischer Kontrolle der Schnittränder. Dadurch kann gesundes Gewebe erhalten bleiben, während der Tumor vollständig entfernt wird.
Bei Frühformen oder Vorstufen kann auch die Photodynamische Therapie eingesetzt werden – besonders bei aktinischen Keratosen.
©2026 Praxeninformationsseiten | Impressum