Besenreiser sind harmlos, wirken aber störend. Heute gibt es schonende Methoden wie Schaumverödung und Laserbehandlung.

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Besenreiser – kleine Äderchen mit großer Wirkung

Feine, rötlich oder bläulich schimmernde Äderchen auf den Beinen oder im Gesicht – sogenannte Besenreiser – sind medizinisch meist unbedenklich, können jedoch als ästhetisch störend empfunden werden. Besonders im Sommer, wenn helle Hautpartien sichtbar werden, wünschen sich viele Betroffene eine schonende Möglichkeit, diese Gefäße zu entfernen.


Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind erweiterte, oberflächlich liegende Blutgefäße, die durch die Haut schimmern. Anders als Krampfadern stellen sie keine Erkrankung des Venensystems dar. Vielmehr sind sie ein rein kosmetisches Problem, das oft genetisch bedingt ist. Auch hormonelle Faktoren, Sonnenlicht oder langes Stehen können das Entstehen solcher Äderchen begünstigen.

Bevor eine Behandlung eingeleitet wird, empfiehlt sich jedoch eine fachärztliche Abklärung. So lässt sich sicherstellen, dass keine tieferliegenden Venenschwächen vorliegen, die eine andere Therapie erfordern.


Moderne Verfahren zur Entfernung von Besenreisern

Zwei bewährte Methoden haben sich als besonders effektiv erwiesen und werden ambulant sowie nahezu schmerzfrei durchgeführt.

 

1. Verödung (Sklerosierung) mit Schaum
Bei der Sklerosierung wird eine Substanz direkt in die betroffene Vene injiziert. Diese bewirkt eine Reizung der Gefäßwände, die anschließend verkleben und vom Körper abgebaut werden.
Die Schaumverödung gilt als Weiterentwicklung der klassischen Technik: Der Schaum verteilt sich besser im Gefäß und ermöglicht eine besonders präzise Behandlung selbst kleinster Besenreiser.

2. Lasertherapie
Die Laserbehandlung arbeitet mit gezielten Hitzeimpulsen, die die erweiterten Gefäße verschließen. Das umliegende Gewebe bleibt unversehrt, und die Äderchen verblassen nach und nach. Diese Methode eignet sich vor allem für sehr feine Gefäße oder schwer zugängliche Bereiche. Das Risiko von Narbenbildung ist äußerst gering.


Wie läuft die Behandlung ab?

  • Ambulant und schnell: Beide Methoden können ohne Narkose durchgeführt werden und sind kaum belastend.
  • Wiederholbarkeit: Je nach Ausprägung können mehrere Sitzungen erforderlich sein.
  • Nebenwirkungen: Vorübergehende Rötungen oder kleine Schwellungen sind möglich, klingen aber rasch ab.

Die Haut sollte nach der Behandlung vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.


Für wen ist die Entfernung sinnvoll?

Da Besenreiser vor allem ein ästhetisches Problem darstellen, liegt die Entscheidung für eine Behandlung bei den Betroffenen selbst. Wer sich an den sichtbaren Äderchen stört oder ein gleichmäßigeres Hautbild wünscht, profitiert von den modernen, risikoarmen Methoden.


Vorbeugung und Pflege

Auch wenn Besenreiser nicht vollständig verhindert werden können, helfen folgende Maßnahmen, das Risiko zu reduzieren:

  • Bewegung: Regelmäßiges Gehen oder Radfahren fördert den Blutfluss.
  • Hautschutz: Sonnenschutz verhindert UV-bedingte Gefäßveränderungen.
  • Kompression: Bei Neigung zu erweiterten Äderchen können leichte Stützstrümpfe vorbeugend wirken.

 


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