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Private Hautarztpraxis
Dr. Dagmar Rohde

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Couperose

Typisch für die Couperose sind durch die Haut schimmernde bläulich-rote Äderchen. Sie tritt meistens im Gesicht auf, besonders an den Wangen und rund um die Nase. Betrachtet man die Haut aus größerer Entfernung, sieht sie einheitlich gerötet aus, im näheren Blickwinkel erkennt man viele winzige erweiterte Blutgefäße.

Die Couperose kann in jedem Lebensalter und bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten. Am häufigsten betroffen sind jedoch Frauen im Alter um die 50 Jahre. Grundvoraussetzung für eine Erkrankung an Couperose ist eine konstitutionelle Bindegewebserkrankung. Diese Bindegewebsschwäche kann die Erkrankung aber nicht alleine auslösen. Betroffen sind sowohl venöse als auch arterielle Blutgefäße, so dass es rötliche und bläuliche Erscheinungsbilder sowie Mischformen geben kann.

Die eigentliche Ursache für die Couperose ist noch immer nicht endgültig wissenschaftlich erforscht. Ein wichtiger Faktor scheint die Höhe des Blutdrucks zu sein. Bei einem ständig erhöhten Blutdruck werden die Wände der kleinen Blutgefäße massiv gedehnt und nach einiger Zeit undicht. Es kommt zu den geplatzten Äderchen. Als weitere Grundlage der Couperose werden genetische Ursachen diskutiert.  Doch auch ein Übermaß an Sonnenbädern, Alkohol, Nikotin und Kaffee können Auslöser der Erkrankung sein.

Wie kann der Couperose vorgebeugt werden? Bei einer genetischen Disposition kann die Erkrankung durch die richtige Pflege und den richtigen Schutz der Haut hinausgezögert werden. Meiden sollte man möglichst

  • einen häufigen Wechsel von heiß zu kalt, da dadurch die Gefäße besonders stark belastet werden. Ist dies, beispielsweise aus beruflichen Gründen, nicht möglich, sollte man entsprechende Hautschutzmittel (Cremes) verwenden und die Haut im Winter immer gut abdecken.
  • direkte Sonnenbestrahlung, da das gefährliche UV-Licht das Bindegewebe strapaziert und teilweise zerstört, so dass die feinen Blutgefäße deutlich sichtbar werden. Es sollte auf jeden Fall ein guter Sonnenschutz (sehr hoher Schutzfaktor, Sunblocker) verwendet werden.
  • Saunabesuche, Bürstenmassagen, Dampfbäder
  • Genussmittel wie Kaffee, Tee, Alkohol und Nikotin
  • Übermaß an Stress

Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft oder Stillzeit, sowie die Einnahme der Pille können zur Verstärkung einer bestehenden Couperose beitragen.

Möglichkeiten der Therapie

Gesichtspflege mit Couperose Creme
Die richtige Hautpflege kann die Bildung extremer Ausformungen der Couperose verhindern. Die meist sehr trockene Haut kann mit einer komedogen (keine Mitesser auslösenden) grünlichen, abdeckenden Feuchtigkeitscreme behandelt werden. Sie zieht rasch und vollständig in die Haut ein. Die Wahl der Creme sollte auf den Hauttyp angepasst sein, der an Couperose Erkrankte sollte sich deshalb immer von Fachleuten beraten lassen. Parfümierte Cremes (ätherische Öle) sind nicht empfehlenswert, da sie die Durchblutung der feinen Äderchen noch zusätzlich fördern würden.

Zur Hautberuhigung und Unterstützung der Verengung der Äderchen kann man zusätzlich feuchte Umschläge machen. Außerdem können Fruchtsäurepeelings die Behandlung der Couperose positiv beeinflussen. Ein Fruchtsäurepeeling sollte allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Laserbehandlung
Früher verödete man die kleinen Gefäße häufig mit einer feinen, elektrischen Nadel. Heute verwendet man unterschiedliche Laser, die gezielt die roten Blutkörperchen (Gefäße) zerstören. Die Haut bleibt dabei unverletzt. Diese Methode wird zumeist erfolgreich im Gesicht eingesetzt.

Abdecken der Couperose
Die Couperose kann mit grünen Abdeckstiften oder Puder kaschiert werden. Das Grün neutralisiert die geröteten Hautpartien. Verwendet man zusätzlich noch eine normale Grundierung im Hautton, die mit Puder mattiert wird, fällt die Erkrankung meist nicht mehr auf. Alternativ kann man auch Selbstbräuner verwenden, da durch den braunen Hautton die Äderchen nicht so leicht durchschimmern können.

Empfehlenswert ist ein regelmäßiger Besuch beim Hautarzt zur Kontrolle des Krankheitsverlaufes.


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