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Für immer mehr Menschen wird Gesundheit unbezahlbar

Arbeitslosigkeit, Armut und Krankheit steigen

Die wirtschaftlichen Krisen in europäischen Ländern wie beispielsweise Griechenland oder Spanien driften immer weiter in eine soziale Krise ab. Die Arbeitslosigkeit ist rasant gestiegen, vor allem auch bei jungen Menschen. So hat Griechenland mit 27 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Die Haushaltseinkommen sind innerhalb von fünf Jahren um 30 Prozent gesunken. Über 30 Prozent der Griechen stehen vor einem Abgleiten in die Armut und ein Drittel aller Haushalte ist nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Arbeitslosengeld wird zudem durch die massive Kürzung von Sozialleistungen nur noch für 12 Monate gezahlt. Die Folge: Es ist immer weniger Geld für die Gesundheit da. Dadurch hat sich der Gesundheitszustand vieler Griechen massiv verschlechtert.

Ähnlich düster gestaltet sich das Bild in Spanien. Die Arbeitslosenquote ist mit 26 Prozent fast genauso hoch wie in Griechenland. 57 Prozent der Arbeitslosen sind dazu jünger als 25 Jahre. Rund 700.000 Familien haben keinen Anspruch auf Sozialhilfeleistungen.

Sozialleistungen wandern nicht mit

Schweden, das eigentlich zu den reicheren Ländern gehört, gerät dagegen aus anderen Gründen in eine soziale Schieflage. Immer mehr Menschen aus den wirtschaftlich schwachen Ländern kommen nach Schweden und suchen dort nach Arbeit. "Deren Sozialleistungen wandern aber nicht mit", sagt dazu Ariane Rodert, Vizepräsident des Ausschusses für verschiedene Interessen des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU. Das hat zur Folge, dass auch in Schweden immer mehr Menschen auf der Straße leben, ohne jeglichen Sozialschutz.

Verbindliche Regeln für Rente, Arbeit und Gesundheit sind gefordert

Experten fordern daher Leitlinien für die Sozialsysteme der EU-Mitgliedsländer. Dabei geht es ihnen nicht um eine Vereinheitlichung der Sozialsysteme, sondern um verbindliche Regeln für Bereiche wie Rente, Arbeit und Gesundheit. Denkbar wäre auch eine europäische Arbeitslosenversicherung, die für temporäre Transfers in Krisenländern aufkommen würde. Zudem könnten zusätzliche, sinnvolle Konjunkturpakete unterstützend helfen.

In Deutschland ist die soziale Situation noch relativ stabil. Doch auch hier wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer, denn die Zahl der Menschen, die sozial abrutscht, steigt.

Quelle: Aerzte Zeitung-Newsletter vom Mittwoch, 19.03.2014

Redaktion e|pat|in®


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